Geschichte des Stammes St. Martin Kornwestheim

Nachdem eine Jugendwallfahrt des Dekanates Ludwigsburg auf dem Michaelsberg stattfand, an der unter anderem auch Sankt- Georgs-Pfadfinder aus Lauffen a.N. beteiligt waren, entstand am 26. Juni 1952 auch in Kornwestheim ein Stamm der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg.

Die ersten Stammesmitglieder waren Adalbert Bäuerle, Manfred Dierolf, Erich Schram, Otto Schneider, Johann Kißling und Hartmut Zeeb.

Vom damaligen Stadtpfarrer Kunz wurde der neu gegründete Stamm nicht anerkannt. Trotzdem wurde das Begonnene weiter fortgesetzt. Im GYA-Heim, bei den Amerikanern, fanden die Sippenabende statt. Der Stamm besuchte Tagungen und beteiligte sich an Gau- und Landeslagern der DPSG.

Mit dem Christkönigsfest 1953 begann der Aufschwung. Erich Frank war nach Kornwestheim gezogen und hatte die Jugendleitung in der Gemeinde St. Martin übernommen. Am 25. Oktober 1953 wurde die DPSG nach vorausgegangener Weihe des Lilienbanners in die Jugend der St. Martinsgemeinde Kornwestheim eingegliedert. Erster Sippen- und Stammesführer wurde Adalbert Bäuerle.

Der Stamm St. Martin vergrößerte sich ständig. Kornettkurse und Gruppenführerschulungen standen ebenso auf dem Programm wie die Teilnahme an Pfingstlagern und Stammesfahrten mit Georgsfeier und Versprechen der Neulinge.

Außerhalb der Gemeinde arbeitete der Stamm im Stadtjugendring Kornwestheim sowie im Kreisjugendring Ludwigsburg mit.

Im Jahre 1955 fand auch das erste gemeinsame Zeltlager aller Gliedgemeinschaften in Rottal bei Abtsgmünd statt. Dieses Lager wurde auch in den folgenden Jahren wiederholt.

1959 fiel das Zeltlager zu Gunsten des Bundesfestes des BDKJ in Stuttgart aus. Dort hatte die DPSG Kornwestheim maßgeblichen Anteil an der Organisation. 1960 war wieder Sommerlager im Rottal. 1961 führte das Sommerlager in die Nähe der Zonengrenze bei Ebern im Kreis Coburg. 1965 beteiligte man sich an der Touristenseelsorge am Gardasee. Weitere Sommerlager waren in der Nähe von Lauda, Karsee, Kißlegg, Rottal und Biereck im Kinzigtal. 1966 und 1968 waren Ehemaligentreffen auf dem Ebersberg. Bundesaktionen, wie zum Beispiel" Flinke Hände - Flinke Füße" waren weiterer Bestandteil der Stammesarbeit.

Das Jahr 1970 war durch personelle Umbildungen gekennzeichnet. Das Amt des Stammesvorsitzenden wurde von einem Gremium übernommen. Neben der normalen Gruppenarbeit waren eine Stammesfahrt, ein großes Geländespiel, sowie die Teilnahme am BDKJ-Sommerlager die herausragenden Ereignisse.

Erwähnenswerte Aktivitäten des Jahres 1973 waren eine Tannenbaumaktion zugunsten der Aktion Sorgenkind, das DPSG- Zeltlager in Ittenberg, die jährliche Aktion "Flinke Hände -Flinke Füße", sowie der Weihnachtsmarkt in der Gemeinde St. Martin.

1974 fand ein Tischtennisturnier, das DPSG-Sommerlager in Saig-Hierahof im Südschwarzwald, eine Stammeswanderung, eine Disco-Party, sowie die Beteiligung an der Leprawoche unserer Gemeinde statt.

Das Jahr 1976 wurde von der Eröffnung des Gemeindezentrums Ost geprägt, wo sich eine Wölflingsgruppe bildete. Ein großer Erfolg ist vom Seifenkistenrennen zu melden, bei dem unsere Jungpfadfinder den Pokal erringen konnten. Die Sommerfreizeit war in Neresheim.

Der Höhepunkt im Jahre 1977 war sicher das 25-jährige Jubiläum, das gebührend gefeiert wurde.

1980 übernahm Werner Zwedler den Posten als Stammesvorsitzender. In diesem Jahr wurde unter anderem die längst fällige Raumrenovierung durchgeführt.

In den Jahren 1981 und 1984 fanden Sommerlager in Reute (bei dem es 11 Tage lang nur regnete), Neresheim und Neukirch statt. 1982 wurde unser erster Pfadfinder-VW-Bus gekauft. 1982 bis

1985 fanden an Ostern vor der Pfarrkirche nach den Gottesdiensten immer ein Ostereierverkauf statt.

Als im Jahr 1986 aufgrund zu geringer Anzahl von Mitgliedern kein Sommerlager mehr durchgeführt wurde, nahm man wieder am gemeinsamen BDKJ-Lager teil.

Von 1986 bis 1988 nahmen wir bei den BDKJ-Sommerlagern teil, die u.a. in Sonnenbühl, Elzach und Bad Waldsee stattfanden. Um einen Ersatz zu finden für das DPSG-Lager, veranstalteten wir regelmäßig eine- wöchentliche Herbstfreizeit in Stetten. Natürlich wurde auch weiterhin ein Weihnachtsmarktstand geboten.

1988 nahm man nach längerer Pause wieder an der Aktion "Flinke Hände -Flinke Füße" teil. Erstmals wurde ein Hockeyturnier veranstaltet und eine 2-tägige Stammeswanderung in das Gebiet um Aalen.

Nach einer Durststrecke in Sachen Mitglieder konnte endlich 1989 wieder ein eigenes Sommerlager in Reute durchgeführt werden. Dazu kamen eine Herbstfreizeit und ein weiteres Hockeyturnier.

1990 übergab, nach 10-jähriger Tätigkeit als Stammesvorsitzender, Werner Zwedler sein Amt an Joachim Kurtz. In diesem Jahr führte unser Sommerlager nach Neukirch bei Rottweil und 1991 nach Alpirsbach. Für das nicht mehr attraktive Hockeyturnier veranstalteten wir ein Fußballturnier, das ein großer Erfolg war.

Auch wurde an zahlreichen Volleyballturnieren teilgenommen, bei denen oft sehr gute Platzierungen erspielt wurden.

Das Jahr 1992 hielt mehrere Höhepunkte für uns bereit. Nach einer gelungenen 40-Jahrfeier konnten wir die nächsten Jahre in Angriff nehmen. "Rock für C.", ein Benefizkonzert zugunsten eines behinderten Kindes war ein voller Erfolg. Dies wiederholten wir 1994 mit dem "Rock für Bastian", bei dem uns wieder in der' Region ansässige Bands unterstützten.

1992 war auch das Jahr, in dem, nach etlichen Diskussionen, endlich eine Mädchengruppe unter Monika Zwedler ins Leben gerufen wurde.

Unsere jährlichen Zeltlager ab 1993 zum ersten Mal als: gemischtes Zeltlager -fanden u.a. in Rottweil, Sandbrunnen, Alpirsbach und Grünkraut bei Ravensburg statt. Unsere Herbstfreizeiten führten uns nach Stetten, Trossingen, Freiburg, Kaltbrunn und nach Reit im Winkel. Dort werden in Schulungen allgemeine wie auch pfadfinderische Kenntnisse, wie z.B. Erste: Hilfe bzw. den Umgang mit Karte und Kompass, vermittelt, die dann auch zur praktischen Anwendung kommen.

1995 nahm der Pfadfindertrupp an einem vom Bezirk organisierten Haijk teil. Im folgenden Jahr machte eine unserer Gruppen eine Skifreizeit im Bayerischen Wald.

Der Romoball, eine Faschingsfeier für Jugendliche, war 1997 ein voller Erfolg und wurde bis zum Ende 1999, neben anderen Rosenmontagsveranstaltungen, zu einer festen Institution.

Ein Bezirkslager an der Kocher brachte uns 1997 anderen Stämmen im Bezirk näher, in welchem sich bis heute eine gute Freundschaft zum Stamm Falke in Poppenweiler entwickelte. So besuchten sie uns 1998 im Zeltlager bei Rottweil zur gemeinsamen Lagerolympiade.

Seit diesem Jahr ist auch ein Stand beim Faschingsumzug wichtiger Bestandteil unseres alljährlichen Programms. Im selben Jahr konnten wir uns endlich durch unser erwirtschaftetes Geld einen neuen gebrauchten VW-Bus kaufen.

Die Chance die Kornwestheimer Tage mitzugestalten, bekamen wir 1999, was wir bis heute, wie auch in diesem Jahr wieder, gerne wahrnehmen. Einmalig nahmen wir in diesem Jahr auch an den Sporttagen teil.

Erfreulich ist, dass unsere Mitgliederzahl seit unserem letzten Jubiläum 1992 weiter gestiegen ist.

So können wir 2002 auf 50 Jahre Stammesgeschichte der Pfadfinder in Kornwestheim zurückblicken.

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1.April 2006 Unsere Homepage ist online.