Geschichte

unsere Geschichte:

  • Geschichte des Stammes St. Martin Kornwestheim

    Nachdem eine Jugendwallfahrt des Dekanates Ludwigsburg auf dem Michaelsberg stattfand, an der unter anderem auch Sankt- Georgs-Pfadfinder aus Lauffen a.N. beteiligt waren, entstand am 26. Juni 1952 auch in Kornwestheim ein Stamm der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg. Die ersten Stammesmitglieder waren Adalbert Bäuerle, Manfred Dierolf, Erich Schram, Otto Schneider, Johann Kißling und Hartmut Zeeb. Vom damaligen Stadtpfarrer Kunz wurde der neu gegründete Stamm nicht anerkannt. Trotzdem wurde...

  • Die allgemeine Pfadfindergeschichte

    1907 Lord Robert Baden Powell, Gründer der Weltpfadfinderbewegung, hält das erste Zeltlager auf Brownsea Island (Großbritannien) ab. Mit 22 Jungen aller sozialen Schichten probiert er erstmals sein Konzept einer Pädagogik des Erlebens und der Verantwortung für den Einzelnen und die Gruppe. 1908 Baden Powell veröffentlicht sein Buch »Scouting for Boys«, das sofort reißenden Absatz findet und innerhalb kurzer Zeit zur Gründung der Weltpfadfinderbewegung führt. Ihr gehören heute 34 Millionen...

Die allgemeine Pfadfindergeschichte

1907

Das erste Lager auf Brownsea Island

Lord Robert Baden Powell, Gründer der Weltpfadfinderbewegung, hält das erste Zeltlager auf Brownsea Island (Großbritannien) ab. Mit 22 Jungen aller sozialen Schichten probiert er erstmals sein Konzept einer Pädagogik des Erlebens und der Verantwortung für den Einzelnen und die Gruppe.

1908

Baden Powell veröffentlicht sein Buch »Scouting for Boys«, das sofort reißenden Absatz findet und innerhalb kurzer Zeit zur Gründung der Weltpfadfinderbewegung führt. Ihr gehören heute 34 Millionen Mitglieder an. Sie ist damit die größte Jugendorganisation der Welt.

1909

Der Pfadfindergedanke schwappt über den Kanal auch nach Deutschland: Der Stabsarzt Dr. Alexander Lion »erfindet« den Begriff Pfadfinder für das englische Wort »Scout« und verbindet in seiner Konzeption deutsche Vorstellungen von Jugendarbeit mit den Ideen Baden-Powells.

1914

In Deutschland gibt es zu Beginn des 1. Weltkrieges schon 110.000 Pfadfinder, die allerdings wegen der unterschiedlichen Interpretation des Inhalts der pfadfinderischen Erziehung in zahlreiche Gruppierungen zersplittert sind. Nach dem Krieg gewinnt die Jugendbewegung an Bedeutung und beeinflusst die Inhalte der Pfadfinderbewegung: Einfaches Leben, Naturbewusstsein, Fahrt und Lager, eigenständiges Denken und Handeln - diese Prinzipien gewinnen an Stellenwert.

1922

Weltbundlilie

Gründung der Weltpfadfinderbewegung

1928

Erste katholische Pfadfindergruppen gründen sich in Wuppertal, Beuthen, München, Berlin, Frankfurt/Main und Speyer.

1929

alte DPSG Lilie

Altenberg, 7. Oktober: Die Stämme schließen sich zur Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) zusammen. Sie werden in den katholischen Jungmännerverband aufgenommen. Aus den anfangs 800 Mitgliedern werden in den 30er Jahren 9.000. Die DPSG verbindet die Gedanken der Pfadfinderbewegung mit denen der katholischen Jugendbewegung und betont gleichzeitig Einfachheit, Naturverbundenheit, Wahrhaftigkeit sowie die Freiheit jugendlicher Gestaltungskraft. Außerdem bezieht die DPSG Erwachsene in die Arbeit ein und nimmt von Beginn an Mitglieder aus allen sozialen Schichten auf.

1930

Die DPSG formuliert ihr Pfadfindergesetz, das bis 1971 in dieser Form gültig bleibt. Außerdem beschließt das 1. Bundesthing (später Bundesversammlung) eine Kluft und eine vorläufige Bundesordnung.

1934

Die Nationalsozialisten verbieten das Tragen von Kluft, Banner und Abzeichen. In den folgenden Jahren nimmt der Druck auf die Mitglieder des Verbandes zu, es kommt zu schweren Auseinandersetzungen mit der Hitlerjugend. Trotzdem gibt es immer wieder Zeichen der Eigenständigkeit - wie die Romfahrt 1935.

1935

Romfahrt 1935 Ostern pilgern rund 200 Georgspfadfinder zusammen mit der Sturmschar (Teil der katholischen Jugendbewegung) in einer Wallfahrt nach Rom (Bild).

1936

Die Freiheit der Gruppen wird stark eingeschränkt. Die Georgspfadfinder brauchen viel Mut, wenn sie sich in der Öffentlichkeit jetzt noch zu ihrem Verband bekennen, so dass die Schar derer, die offen Mitglieder der DPSG bleiben, kleiner wird.

1937

Die Landespfadfinderschaften Münster, Paderborn und Trier werden durch die Gestapo zwangsweise aufgelöst.

1938

Der katholische Jungmännerverband und die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg werden aufgelöst und verboten. Dennoch nehmen immer wieder einzelne Mitglieder Bedrohung und Verfolgung auf sich, weil sie am pfadfinderischen Leben als eigenständiger Alternative gegen die Repressionen des Nationalsozialismus festhalten. Ihnen ist es zu verdanken, dass auch in dieser Zeit ein jugendkulturelles Bekenntnis gelebt wird. Als »Gemeinschaft Sankt Georg« wirken Pfadfinder im Untergrund weiter. Manche wagen sogar den Kontakt zu ausländischen Pfadfindern und legen auf diese Weise den Grundstein für spätere Verständigung.

1945

Neugründung vieler Pfadfindergruppen auf örtlicher Ebene.

1946

Durch den erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg einberufenen Bundesthing wird eine neue Bundesordnung beschlossen.

1947

Die DPSG ist Mitbegründerin des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

1949

Die Zeitschriften »Die große Fahrt« für Mitglieder und »Georgspfadfinder« für Leitungskräfte erscheinen. Eine neue Struktur der DPSG und eine neue Kluft werden eingeführt. Frauen dürfen Wölflingsführerinnen werden. Das Rüsthaus wird gegründet und der Georgsverlag entsteht. Die DPSG hat vier Jahre nach Kriegsende 20.500 Mitglieder.

1950

Romfahrt 1950 Die DPSG wird über den Ring deutscher Pfadfinderverbände Mitglied der Internationalen Pfadfinderkonferenz (WOSM).Rund 1.000 Georgspfadfinder pilgern nach Rom. Auf diese zweite Romwallfahrt (nach 1935) nehmen sie ein Holzkreuz mit (Bild).

1951

Der Bundesamt Sankt Georg e.V. wird gegründet.

1956

Ferienzentrum Westernohe Arbeitseinsatz in Westernohe

Aufruf der Georgsritter (heute Rover) zu einem Sozialwerk: In Westernohe im Westerwald entsteht in vielen Stunden Eigenarbeit ein Zeltlagerplatz und Ferienheim für behinderte Menschen - das heutige Bundeszentrum der DPSG.

1961

Flinke Hände, Flinke Füsse DPSG 1962

Aufruf zur ersten Jahresaktion: »Flinke Hände, flinke Füße schaffen ein Werk für körperbehinderte Jugendliche«. Im Verlauf dieser Aktion kommen mehr als 250.000 Mark zusammen. Die Jahresaktionen mit wechselnden Schwerpunkten sind bis heute wichtiger Bestandteil der Arbeit der DPSG. Der 23. Bundesthing beschließt die Einführung der Jungpfadfinderstufe (11 bis 13 Jahre alte Jungen), außerdem werden die »Georgsritter« in »Rover« umbenannt.

1962

Romwallfahrt 1962

Rund 550 Rover und Leiter ziehen bei der dritten Romwallfahrt in den Petersdom ein.

1966

Das Lilienbanner seit 1966

Das neue Lilienbanner wird eingeführt.

1969

Beim 31. Bundesthing beschließt der Verband eine neue Satzung mit neuen Bezeichnungen: Bundesversammlung (statt Bundesthing), Vorsitzender (statt Feldmeister), Leiter (statt Führer). Außerdem wird eine pädagogische Diskussion angestoßen, die in der Neufassung der Ordnung des Verbandes mündet.

1971

Offiziell können Mädchen und Frauen nun Mitglieder der DPSG werden. Das Pfadfindergesetz von 1930 wird ersetzt und weitergeführt durch die »Grundlinien unserer Lebensauffassung«: Leben in Hoffnung, Leben in Freiheit, Leben in Wahrheit, Leben in tätiger Solidarität. Inhaltlich orientiert sich die DPSG weg vom Waldläufertum hin zu einer Gruppenpädagogik, in der Kooperation und Verantwortung durch Erfahrung und Erleben gelernt werden sollen. Sie schwenkt so auf einen Weg ein, der direkt auf die Vorstellungen Baden-Powells zurückgeht.

1984

Leiterkongress in Westernohe mit 4.000 Teilnehmenden. In 50 Ateliers beschäftigen sich die Teilnehmenden mit sozialen, politischen, religiösen und ökonomischen Aspekten der Gesellschaft und entwickeln Impulse für ein zeitgemäßes Pfadfinden.

1987

Die Bundesversammlung beschließt eine neue Ordnung des Verbandes. Als erste Frau im Bundesvorstand wird Annegret Buchart zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

1988

Zum Kongress »Exodus« kommen in Westernohe 6.000 Leiterinnen und Leiter zusammen.

1990

Unter dem Motto »Wir haben Platz im Boot« ruft die DPSG zur jährlichen Solidaritätsaktion auf und wendet sich damit gegen die Verschärfung der Asyldebatte. In Magdeburg gründet sich der erste Diözesanverband in den neuen Bundesländern. Erfurt folgt und der Diözesanverband Berlin umfasst nun auch das Land Brandenburg und Teile Mecklenburg-Vorpommerns.

1992

Im »Wilden Sommer« sind 2.000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder in der Bundesrepublik unterwegs zu neuen Herausforderungen im eigenen Land. Zur Jahreswende treffen sie sich in einer stillgelegten Werkshalle der Glashütte in Ilmenau (Thüringen).

1993

Kindergipfel

Kindergipfel in Westernohe: Mehr als 1.000 Kinder zwischen sieben und zehn Jahren aus dem gesamten Bundesgebiet fordern »eine Welt, die uns gefällt«.

1995

Die 57. Bundesversammlung beschließt die Einführung der Kindermitbestimmung auf Stammesebene. 20 rwandische Pfadfinderinnen und Pfadfinder werden aus dem Bürgerkriegsland ausgeflogen und von der DPSG aufgenommen. Im Verlauf der »Solidaritätsaktion Rwanda« kommen 700.000 Mark zugunsten des kriegsgeschüttelten Landes zusammen.

1996

Die DPSG startet die Kampagne »Tu es jetzt!« zum politischen Handeln, an der sich zahlreiche Gruppen vor Ort beteiligen. Gesellschaftspolitisches Engagement in sechs Themenbereichen ist Ziel der Langzeitaktion.

1997

Tu es jetzt!

4.000 Leiterinnen und Leiter treffen sich in einem ehemaligen Eisenhüttenwerk in Duisburg zur Großveranstaltung »Power im Park«. Das Treffen bildet den Höhepunkt der 1996 gestarteten Kampagne.

1998

Jahresaktion 1998

5600 Pfadfinderinnen und Pfadfinder aller Altersstufen treffen sich Pfingsten in Westernohe zum Auftakt der Jahresaktion »Flinke Hände, flinke Füße gestalten Zukunft für Westernohe«.

1999

Woe Wirbel

In der Aktion WölflingsWirbel setzen sich Kinder aus ganz Deutschland für mehr Kinderfreundlichkeit in ihrem Umfeld ein. Die 8- bis 10-Jährigen vergeben Noten für Spielplätze, malen den tristen Schulhof an, reparieren marode Fahrradständer am Bahnhof und vieles mehr. Besuche bei Kommunalpolitikern und die Zusammenarbeit mit der Lokalpresse führen in vielen Orten zu Verbesserungen. Die Aktion gipfelt in einem Besuch bei Bundesfamilienministerin Christine Bergmann.

Rund 1000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder eröffnen in Koblenz die Jahresaktion »Movida Bolivia«. Sie kommt in diesem Jahr dem bolivianischen Pfadfinderverband zugute, der eine Schulung für Lehrer ins Leben rufen will. Gruppen in der ganzen Bundesrepublik sammeln anschließend Geld, um ihre Partner in Südamerika zu unterstützen.

rapido on

2000

Izuro

Logo:Izuro 3.000 Roverinnen und Rover feiern Pfingsten in Westernohe den Auftakt zu IZURO, dem Internationalen Zukunftsjahr der Roverstufe.
Den Höhepunkt der dreitägigen Veranstaltung bildet die »Aussendung« zu internationalen Begegnungen in aller Welt, zu denen die Rover im Sommer starten.

»Augen auf! Stoppt Diskriminieruung!«

STOPPT RECHTS! Mit der Jahresaktion »Augen auf! Stoppt Diskriminieruung!« setzt sich die DPSG gegen die Diskriminierung von Minderheiten ein. Im Rahmen der Jahresaktion startet im Spätsommer die Kampagne »Stoppt Rechts - Pfadfinderinnen und Pfadfinder gegen Fremdenfeindlichkeit und Gewalt«, die mit einem aussagekräftigen Logo und überall auftauchenden Aufklebern auf das Engagement der Pfadfinder aufmerksam macht.

Fettgrün

fettgrün! Die erste Vollversammlung der Pfadfinderstufe findet im September in der Frankfurter Paulskirche statt. Hier beschließen Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus ganz Deutschland die Großveranstaltung »fettgrün«, die im Sommer 2001 über die Bühne gehen soll. Die Vollversammlung endet mit der »Frankfurter Erklärung«.

2001

1.500 jugendliche Pfadfinder treffen sich im Rahmen ihrer bundesweiten Aktion »fettgrün« in Köln. Wettspiele und die große Parade zum Dom sorgen für jede Menge Wirbel in Köln. Bundesweit startet der Perspektivprozess »update«, Damit stellt die DPSG sich und ihre Arbeit in den kommenden Jahren kritisch auf den Prüfstand.

2002

Gemeinsam mit ihren katholischen Partnerverbänden in Israel und Palästina setzt sich die DPSG bei ihrer Jahresaktion »Pfad zum Frieden« für Frieden und Gerechtigkeit im Nahen Osten ein.

2003

Unter dem Motto »Grenzenlos 1 - Flinke Hände, Flinke Füße quer durch Deutschland« entdecken Pfadfinder ihr eigenes Land und tragen das Pfadfindertum zu Menschen in bisher nicht erschlossene Regionen. Der Perspektivprozess »update« erreicht seinen Höhepunkt auf dem Leiterinnen- und Leiterkongress »up2date« in Westernohe.

2004

Bei der Jahresaktion »Kira Rwanda - Liebe das Leben« unterstützt die DPSG ihre Partner in Rwanda. Die Pfadfinder dort engagieren sich stark in der Aids-Prävention. Im folgenden Jahr richtet sich der Blick auf Gesundheit in Deutschland und Rwanda. In Altenberg feiert der Verband seinen 75. Geburtstag mit einem Festakt. Pfingsten hatten bereits mehr als 6.000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder im Bundeszentrum Westernohe ein Ständchen auf das Jubiläum angestimmt.

2005

Die Bundesversammlung beschließt eine neue Verbandsordnung. Darin enthalten ist zum ersten Mal eine Beschreibung des Menschenbildes der DPSG. Auf Wunsch vieler Mitglieder wird auch ein modernes Pfadfindergesetz beschlossen. Im Sommer gestaltet die DPSG gemeinsam mit der PSG und dem Internationalen Katholischen Missionswerk missio mit dem Projekt »scoutmission - Glauben in der Tat« den Weltjugendtag. Ein großes Zeltlager entsteht auf den Düsseldorfer Rheinwiesen, in Köln eröffnet der Diözesanverband das International Scout Centre. Zum scoutmission-Festival kommen schließlich mehr als 7.500 Menschen zur Bühne vor dem Düsseldorfer Landtag. Während des Weltjugendtages geht es für DPSG, PSG und missio um das Thema HIV/Aids. Prominente Gesprächspartner wie Bundespräsident Horst Köhler setzen sich in Diskussionen mit den Pfadfinderinnen und Pfadfindern auseinander.

2006

Die Jungpfadfinderstufe veranstaltet ein Bundeslager in Westernohe unter dem Titel »passwort:*b*l*a*u«. Eine Woche lang beschäftigen sich die Kinder und ihre Leiterinnen und Leiter mit dem »Abenteuer Leben«. Vorbereitet wurde das Bundesstufenlager unter anderem mit den Kindern, sie konnten das Programm mitbestimmen.

In der Jahresaktion "Geschenke für den Frieden" bereitet sich auch die DPSG auf das 100-jährige Bestehen der Weltpfadfinderbewegung vor. Weltweit schauen Pfadfinderinnen und Pfadfinder drauf, wie sich im Großen und Kleinen für den Frieden einsetzen können.

2007

Scouting 100

Das 100-jährige Jubiläum der Pfadfinderbewegung feiert die DPSG zusammen mit den Ringe-Verbänden BdP, PSG und VCP unter dem Motto "scouting 100". Dazu gibt es unter anderem einen großen gemeinsamen Leiterkongress in Berlin. Bundespräsident Horst Köhler lädt außerdem zum Jubiläum Pfadfinder aus aller Welt zu einem Zeltlager und zu einer internationalen Begegnung im Park von Schloss Bellevue ein.

Mit der Jahresaktion "Natürlich Pfadfinden" hat die DPSG 2007 und 2008 das Thema Ökologie stärker in den Vordergrund gestellt.

2008

Meuterei

Die Wölflingsstufe lädt zum Bundeslager "MEUTErei 2008 - Wölflinge am Ruder" nach Westernohe ein - und 2.200 Wölflinge folgen dem Ruf! Die Wölflinge stoßen bei ihrer Entdeckungsreise zu Themen wie "Ferne Länder", "Gerechtigkeit", "Mein Land" und "Meine Umwelt" vor. Die Kinder können an vielen Stellen mitbestimmen und mitwirken.

Meuterei Über 1.300 Rover beteiligen sich derweil an dem Roverbundesunternehmen 2008, kurz rbu08. Sie engagieren sich vor Ort und bringen insgesamt 120 Sozialprojekte erfolgreich zu Ende. Während der Auftakt zum rbu08 auf der Insel Ferropolis im Schatten von Braunkohlebaggern beginnt, feiern die Rover den erfolgreichen Abschluss mit einem Chill out später im Bundeszentrum Westernohe.

Geschichte des Stammes St. Martin Kornwestheim

Nachdem eine Jugendwallfahrt des Dekanates Ludwigsburg auf dem Michaelsberg stattfand, an der unter anderem auch Sankt- Georgs-Pfadfinder aus Lauffen a.N. beteiligt waren, entstand am 26. Juni 1952 auch in Kornwestheim ein Stamm der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg.

Die ersten Stammesmitglieder waren Adalbert Bäuerle, Manfred Dierolf, Erich Schram, Otto Schneider, Johann Kißling und Hartmut Zeeb.

Vom damaligen Stadtpfarrer Kunz wurde der neu gegründete Stamm nicht anerkannt. Trotzdem wurde das Begonnene weiter fortgesetzt. Im GYA-Heim, bei den Amerikanern, fanden die Sippenabende statt. Der Stamm besuchte Tagungen und beteiligte sich an Gau- und Landeslagern der DPSG.

Mit dem Christkönigsfest 1953 begann der Aufschwung. Erich Frank war nach Kornwestheim gezogen und hatte die Jugendleitung in der Gemeinde St. Martin übernommen. Am 25. Oktober 1953 wurde die DPSG nach vorausgegangener Weihe des Lilienbanners in die Jugend der St. Martinsgemeinde Kornwestheim eingegliedert. Erster Sippen- und Stammesführer wurde Adalbert Bäuerle.

Der Stamm St. Martin vergrößerte sich ständig. Kornettkurse und Gruppenführerschulungen standen ebenso auf dem Programm wie die Teilnahme an Pfingstlagern und Stammesfahrten mit Georgsfeier und Versprechen der Neulinge.

Außerhalb der Gemeinde arbeitete der Stamm im Stadtjugendring Kornwestheim sowie im Kreisjugendring Ludwigsburg mit.

Im Jahre 1955 fand auch das erste gemeinsame Zeltlager aller Gliedgemeinschaften in Rottal bei Abtsgmünd statt. Dieses Lager wurde auch in den folgenden Jahren wiederholt.

1959 fiel das Zeltlager zu Gunsten des Bundesfestes des BDKJ in Stuttgart aus. Dort hatte die DPSG Kornwestheim maßgeblichen Anteil an der Organisation. 1960 war wieder Sommerlager im Rottal. 1961 führte das Sommerlager in die Nähe der Zonengrenze bei Ebern im Kreis Coburg. 1965 beteiligte man sich an der Touristenseelsorge am Gardasee. Weitere Sommerlager waren in der Nähe von Lauda, Karsee, Kißlegg, Rottal und Biereck im Kinzigtal. 1966 und 1968 waren Ehemaligentreffen auf dem Ebersberg. Bundesaktionen, wie zum Beispiel" Flinke Hände - Flinke Füße" waren weiterer Bestandteil der Stammesarbeit.

Das Jahr 1970 war durch personelle Umbildungen gekennzeichnet. Das Amt des Stammesvorsitzenden wurde von einem Gremium übernommen. Neben der normalen Gruppenarbeit waren eine Stammesfahrt, ein großes Geländespiel, sowie die Teilnahme am BDKJ-Sommerlager die herausragenden Ereignisse.

Erwähnenswerte Aktivitäten des Jahres 1973 waren eine Tannenbaumaktion zugunsten der Aktion Sorgenkind, das DPSG- Zeltlager in Ittenberg, die jährliche Aktion "Flinke Hände -Flinke Füße", sowie der Weihnachtsmarkt in der Gemeinde St. Martin.

1974 fand ein Tischtennisturnier, das DPSG-Sommerlager in Saig-Hierahof im Südschwarzwald, eine Stammeswanderung, eine Disco-Party, sowie die Beteiligung an der Leprawoche unserer Gemeinde statt.

Das Jahr 1976 wurde von der Eröffnung des Gemeindezentrums Ost geprägt, wo sich eine Wölflingsgruppe bildete. Ein großer Erfolg ist vom Seifenkistenrennen zu melden, bei dem unsere Jungpfadfinder den Pokal erringen konnten. Die Sommerfreizeit war in Neresheim.

Der Höhepunkt im Jahre 1977 war sicher das 25-jährige Jubiläum, das gebührend gefeiert wurde.

1980 übernahm Werner Zwedler den Posten als Stammesvorsitzender. In diesem Jahr wurde unter anderem die längst fällige Raumrenovierung durchgeführt.

In den Jahren 1981 und 1984 fanden Sommerlager in Reute (bei dem es 11 Tage lang nur regnete), Neresheim und Neukirch statt. 1982 wurde unser erster Pfadfinder-VW-Bus gekauft. 1982 bis

1985 fanden an Ostern vor der Pfarrkirche nach den Gottesdiensten immer ein Ostereierverkauf statt.

Als im Jahr 1986 aufgrund zu geringer Anzahl von Mitgliedern kein Sommerlager mehr durchgeführt wurde, nahm man wieder am gemeinsamen BDKJ-Lager teil.

Von 1986 bis 1988 nahmen wir bei den BDKJ-Sommerlagern teil, die u.a. in Sonnenbühl, Elzach und Bad Waldsee stattfanden. Um einen Ersatz zu finden für das DPSG-Lager, veranstalteten wir regelmäßig eine- wöchentliche Herbstfreizeit in Stetten. Natürlich wurde auch weiterhin ein Weihnachtsmarktstand geboten.

1988 nahm man nach längerer Pause wieder an der Aktion "Flinke Hände -Flinke Füße" teil. Erstmals wurde ein Hockeyturnier veranstaltet und eine 2-tägige Stammeswanderung in das Gebiet um Aalen.

Nach einer Durststrecke in Sachen Mitglieder konnte endlich 1989 wieder ein eigenes Sommerlager in Reute durchgeführt werden. Dazu kamen eine Herbstfreizeit und ein weiteres Hockeyturnier.

1990 übergab, nach 10-jähriger Tätigkeit als Stammesvorsitzender, Werner Zwedler sein Amt an Joachim Kurtz. In diesem Jahr führte unser Sommerlager nach Neukirch bei Rottweil und 1991 nach Alpirsbach. Für das nicht mehr attraktive Hockeyturnier veranstalteten wir ein Fußballturnier, das ein großer Erfolg war.

Auch wurde an zahlreichen Volleyballturnieren teilgenommen, bei denen oft sehr gute Platzierungen erspielt wurden.

Das Jahr 1992 hielt mehrere Höhepunkte für uns bereit. Nach einer gelungenen 40-Jahrfeier konnten wir die nächsten Jahre in Angriff nehmen. "Rock für C.", ein Benefizkonzert zugunsten eines behinderten Kindes war ein voller Erfolg. Dies wiederholten wir 1994 mit dem "Rock für Bastian", bei dem uns wieder in der' Region ansässige Bands unterstützten.

1992 war auch das Jahr, in dem, nach etlichen Diskussionen, endlich eine Mädchengruppe unter Monika Zwedler ins Leben gerufen wurde.

Unsere jährlichen Zeltlager ab 1993 zum ersten Mal als: gemischtes Zeltlager -fanden u.a. in Rottweil, Sandbrunnen, Alpirsbach und Grünkraut bei Ravensburg statt. Unsere Herbstfreizeiten führten uns nach Stetten, Trossingen, Freiburg, Kaltbrunn und nach Reit im Winkel. Dort werden in Schulungen allgemeine wie auch pfadfinderische Kenntnisse, wie z.B. Erste: Hilfe bzw. den Umgang mit Karte und Kompass, vermittelt, die dann auch zur praktischen Anwendung kommen.

1995 nahm der Pfadfindertrupp an einem vom Bezirk organisierten Haijk teil. Im folgenden Jahr machte eine unserer Gruppen eine Skifreizeit im Bayerischen Wald.

Der Romoball, eine Faschingsfeier für Jugendliche, war 1997 ein voller Erfolg und wurde bis zum Ende 1999, neben anderen Rosenmontagsveranstaltungen, zu einer festen Institution.

Ein Bezirkslager an der Kocher brachte uns 1997 anderen Stämmen im Bezirk näher, in welchem sich bis heute eine gute Freundschaft zum Stamm Falke in Poppenweiler entwickelte. So besuchten sie uns 1998 im Zeltlager bei Rottweil zur gemeinsamen Lagerolympiade.

Seit diesem Jahr ist auch ein Stand beim Faschingsumzug wichtiger Bestandteil unseres alljährlichen Programms. Im selben Jahr konnten wir uns endlich durch unser erwirtschaftetes Geld einen neuen gebrauchten VW-Bus kaufen.

Die Chance die Kornwestheimer Tage mitzugestalten, bekamen wir 1999, was wir bis heute, wie auch in diesem Jahr wieder, gerne wahrnehmen. Einmalig nahmen wir in diesem Jahr auch an den Sporttagen teil.

Erfreulich ist, dass unsere Mitgliederzahl seit unserem letzten Jubiläum 1992 weiter gestiegen ist.

So können wir 2002 auf 50 Jahre Stammesgeschichte der Pfadfinder in Kornwestheim zurückblicken.

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1.April 2006 Unsere Homepage ist online.